Sie haben den aktuellen Gemeindebrief nicht zur Hand oder Sie möchten in einer älteren Ausgabe etwas nachlesen? Kein Problem! 

Hier werden Sie fündig:

Gemeindebrief August - Oktober 2020

Wir tun alles, um unsere Welt beherrschbar zu machen:

Wir achten auf unsere Gesundheit, gehen zur Vorsorge, treiben Sport, schließen Versicherungen ab. Wir planen unser Leben und verplanen unsere Zeit. Und doch kann jeden von uns ein Unfall oder eine Krankheit treffen. Das Schicksal kann blindlings zuschlagen und genau mich treffen. Katastrophen können jederzeit über mich hereinbrechen. Krisen aller Art können mich zu ihrer Geisel machen. Ehe ich mich versehe, kann ich über Nacht zum Opfer des Lebens werden.

Wir müssen auch im Negativen anerkennen, dass es etwas gibt, das sich dem Entscheidungs- und Verfügbarkeitsbereich des Menschen entzieht. Und das betrifft jeden. Die menschliche Existenz, Lebensverläufe sind um ein Vielfaches nicht das Produkt meiner eigenen Wahlentscheidungen, sondern das Resultat der Entscheidungen anderer.

Das gilt für mein Leben als ganzes in gleicher Weise. Wir sind in eine bestimmte Welt, in eine bestimmte Zeit, in eine bestimmte Familie hineingeboren. Das haben wir uns alles nicht ausgesucht. Raum und Zeit unserer Existenz sind uns vorgegeben. Kein Menschen konnte sich die Bedingungen seines Lebens aussuchen. Das Leben und sein Schicksal konfrontiert uns mit dem, was so ist, wie es ist. Ich gebe zu: Das klingt deprimierend, weil es unabänderlich scheint. Das macht es so fatal. Es hört sich an, als sei man dem Leben schutzlos ausgeliefert.

Aber was uns vorgegeben wird, ist ja nur der Anfang. Das Interessante am Leben ist doch: Am Ende wird es nicht durch das Vorgegebene besiegelt. Das Leben ist eine Aufgabe, eine große Herausforderung, und wir haben die Chance, etwas Gutes daraus zu machen. Unsere Freiheit verwirklicht sich dort, wo wir einen kreativen Umgang mit dem Vorgegebenen erlernen.

Heute sind wir gefangen in einer Art Kontroll- und Machbarkeitswahn. Wir glauben, wir müssten das Schicksal abschaffen. Ich glaube, bei dem Versuch machen wir uns unglücklich. Denn wir verlernen dabei, wie man die Dinge, die man nicht ändern kann, annimmt. Wir beginnen zu hadern. Wir finden es unfair, dass wir uns die Bedingungen unserer Existenz nicht aussuchen konnten, und wir übersehen dabei, dass es nie einen Menschen gab, der dies gekonnt hat.

Trägt mein Glaube etwas aus? Hilft mir mein Gottvertrauen, in Krisen zu bestehen? Verhilft mir mein Glaube dazu, weitere Kraftquellen und Widerstandsressourcen zu erschließen? Kann mein Glaube mir eine neue Sichtweise eröffnen? Die Wissenschaft ist sich einig: Uneingeschränkt JA! Der glaubende Mensch sei nicht nur gesünder, sondern auch widerstandsfähiger, robuster. Das habe etwas mit Zuversicht zu tun. Wir können in dieser Ausgabe dieses Thema nur streifen. Aber vielleicht findet es Ihr Interesse und Sie entwickeln Lust, hier etwas tiefer einzusteigen.

Die Redaktion wünscht Ihnen einen inspirierenden Sommer!

Für die Redaktion Oliver Günther

 

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Gemeindebrief Mai - Juli 2020

Die Corona-Krise ist noch nicht überstanden. Sie wird unser Leben noch lange verändern; ob uns das gefällt oder nicht. Nach dem Shutdown und all den Absagen fangen wir nun an, unser „normales Leben“ Schritt für Schritt wieder hochzufahren. Von alltäglicher Normalität kann aber noch keine Rede sein.

Auch wir als Kirche mussten alles absagen: Gottesdienste, Konfirmationen, Gruppen. Ja, sogar Karfreitag und Ostern mussten ohne Gottesdienste erinnert werden. Nun dürfen wir uns wieder zu Gottesdiensten versammeln. Angesagt bleibt aber: Auch das kirchliche Leben geht im Krisenmodus weiter. Denn der Schutz unserer Gesundheit hat oberste Priorität. Wir müssen Hygienevorschriften, Abstandsregeln und andere Schutzmaßnahmen einhalten. Nur so ist es möglich, dass wir uns treffen können. Wir dürfen uns wieder als Gemeinschaft der Glaubenden und Fragenden unter Gottes Wort, seinem Zuspruch und Anspruch auf unser Leben versammeln. Für die Reformatoren, also für die Gründungsväter des Protestantismus, war die Versammlung unter dem Wort Gottes ein unverzichtbares Kennzeichen von dem, was Kirche im Kern ausmacht. Angesagt werden wieder Gottesdienste.

Aber wir sollten nie vergessen, dass wir als Kirche des Wortes Gottes eine besondere gesellschaftliche Verantwortung haben - vor allem für die Geschwächten. Dazu zählen auch die Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen zur sogenannten Risikogruppe gehören und deshalb besonders gefährdet sind. Ihnen gilt unsere Solidarität. Deshalb kehren wir nicht in vollem Lauf zum Normalmodus unseres kirchlichen Alltags zurück.

In dieser Ausgabe des Gemeindebriefes informieren wir Sie über alle Maßnahmen und Angebote, die wir in den nächsten Wochen planen. Sämtliche Vorhaben unterliegen freilich dem Vorbehalt, dass die erreichten Erfolge stabil bleiben. Ein weiteres Thema, das für uns als Kirche nun angesagt ist, ist das Pfingstfest. Gott sagt an, uns seinen Geist zu schenken. Beim Lesen möge der Geist Gottes ihr Herz mit Zuversicht und Weitsicht erfüllen.

Ihr Pfr. Günther

 

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Gemeindebrief Februar - April 2020

 

Weihnachten liegt nun längst wieder hinter uns, die einen sagen: „Schade!“, die anderen denken: „Gott sei Dank!“. Was ist geblieben von der Weihnachtsfreude, ist überhaupt noch etwas davon übrig? Können wir sie in das neue Jahr mitnehmen oder ist sie im Wahnsinn des Alltags wieder verloren gegangen?

Gehen wir mit Zuversicht oder eher pessimistisch in das Jahr 2020?

In der Andacht des vorliegenden Heftes denken wir darüber nach, was das Älterwerden mit Zuversicht verbindet, dass wir Christen über den Horizont hinaussehen und denken. „Zuversicht“ - was ist das überhaupt? So viel können wir an dieser Stelle schon einmal verraten: Zuversicht ist viel mehr als Optimismus! Ein großes Augenmerk wird in diesem Heft auf die Presbyteriumwahlen gelegt. Hier wird das Wahlverfahren erklärt, die Presbyter stellen sich vor. Es stellen sich mehr Brüder und Schwestern zur Wahl als  Plätze zur Verfügung stehen. Das ist durchaus nicht selbstverständlich und macht zuversichtlich für die neue Legislaturperiode, die Gemeinde lebendig zu leiten.

Seien sie gespannt und neugierig!

Es grüßt Sie/Euch herzlich -Dirk Bender

 

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Gemeindebrief Nov. 2019 - Jan. 2020

 

Wieder ist fast ein Jahr vergangen. Am Ewigkeitssonntag gedenken wir unserer Gemeindglieder, die wir beerdigen mussten. Dann beginnt mit dem 1. Advent das neue Kirchenjahr. Und eh wir uns versehen ist schon wieder Weihnachten. Der Jahreswechsel steht in sehr absehbarer Zeit bevor, und wir ziehen Bilanz.

Es war ein ambivalentes Jahr 2019 für uns als Gemeinde. Wir haben gemeinsam gefeiert und gelacht. Wir konnten ein großartiges Fest in Alchen feiern. 675 Jahre Alchen! Wir haben zusammen geweint und die Trauer mit all ihrer Ohnmacht geteilt. Das Unglück vom 8. September sitzt uns noch tief in der Seele. Beides wird unsere Zukunft prägen.

Für uns als Gemeinde stellen sich viele Fragen, nachdem wir mit der frisch renovierten Kirche in Oberholzklau unseren Strukturwandel, der vor vier Jahren begann, in 2019 abschließen können. Wie geht es weiter für uns als Kirche? Mit welchem Geist füllen wir unsere Kirchen? Wie gelingt es uns, als Kirche nicht nur Echo zu sein, sondern eine eigene Stimme? Wie können wir das befreiende Evangelium von Gottes bergender Nähe und seiner grenzenlose Liebe in Jesus Christus verständlich und sinngebend sagen und glaubhaft leben? So, dass Menschen berührt werden von der Kraft Gottes, die sich gerade in den Schwachen als mächtig erweist?! So, dass Menschen Gottes tröstende Gegenwart spüren?! So, dass wir einander das geben und bezeugen, was wir brauchen, um in schwe- ren und in lebensleichten

Zeiten zusammenzustehen. Antworten werden wir nur gemeinsam finden. So wünsche ich uns allen Geistesgegenwart im Wandel der Zeiten!

Ihr Oliver Günther

 

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Gemeindebrief Aug. - Okt. 2019 

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Das zweite Heft der Reihe mit dem Titel “Willkommen“ beschäftigt sich mit dem Thema WILLKOMMEN IN EUROPA!

Heinrich Bedford-Strohm, der EKD-Ratsvorsitzende, verweist just heute Abend (17.06.19) in einem Interview auf den Palermo Appell. Genau darüber berichten wir in dieser Ausgabe. Die Präses unserer Landeskirche, Annette Kur- schuss, hat sich auch dazu geäußert. Willkommen in Europa?! Wir sind Kirche. Wir können nicht schweigen, wenn vor Europas Toren Menschen ertrinken, und die sogenannte zivilisierte und aufgeklärte Welt schaut zu. Soll dieses Heft nun politisch werden?

Ich denke, nein. Unsere Gemeinde stand jedoch im letzten Jahr plötzlich vor einer politisch-rechtlich-moralisch schwierigeren Entscheidung. Ein Flüchtling hatte einen Antrag auf Kirchenasyl gestellt. Das Presbyterium musste zeitnah entscheiden, ob wir diesen Schutz gewähren können und wollen. Da bekam das sonst so häufig falsch verstandene und überstrapazierte Wort NÄCHSTENLIEBE eine reale Gewichtung.

Die Nachrichten sind immer noch voll von Meldungen über ertrunkene Flüchtlinge auf dem Mittelmeer. Und uns saß ein Mensch mit einer Geschichte gegenüber, wir hatten uns entschieden, ihn aufzunehmen.

Damit beschäftigt sich unter anderem das Thema und die Andacht in diesem Heft. Ein Bericht über die Baumaßnahmen in der Oberholzklauer Kirche möchte Sie zudem über den Fortschritt unterrichten.

Im Namen der Redaktion herzlichst, Dirk Bender

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   





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